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Um die vierte Welle zu brechen und die Kontakte vor den Festtagen deutlich zu reduzieren, spricht sich der Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung (BvLB) dafür aus, jetzt geordnet in Distanzunterricht überzugehen. „Besser guter Distanzunterricht als verlängerte Weihnachtsferien“, sagt Joachim Maiß, BvLB-Vorsitzender und betont: „Wir brauchen die nötige Flexibilität, um frühzeitig mit durchdachten Konzepten da gegensteuern zu können, wo die Inzidenzwerte Schulschließungen erzwingen oder zum Beispiel Lehrkräfte oder eine halbe Klasse in Quarantäne sind. Die Berufsbildner haben über die letzten 18 Monate hinlänglich bewiesen, die Schülerinnen und Schüler in Distanz- wie in Präsenz- oder auch Wechselunterricht bestmöglich auf ihre berufliche Zukunft vorbereiten zu können.“

 

Die Politik hat während der Pandemie Schulen viel zu undifferenziert betrachtet. „Im Regelfall sind unsere Schülerinnen und Schüler der beruflichen Schulen erwachsen, konnten sich von Anbeginn impfen lassen und sind in der Lage, eigenverantwortlich und technisch gut ausgestattet auch in Distanz zu lernen. Wenn nun aber die Weihnachtsferien deutlich ausgedehnt würden, hätte das zur Konsequenz, dass wiederum wertvolle Unterrichts- und damit Lernzeit verloren geht. Das muss verhindert werden.“

Corona und kein Ende: Der BvLB-Bundesvorsitzende appelliert an die gesellschaftliche Verantwortung eines jeden Einzelnen und formuliert eindringliche Forderungen an Politik und Verwaltung für sichere berufliche Schulen

Selbstverständlich kann man das politische Versagen auf breiter Front in der Coronakrise anprangern. Die Halbwertzeit der politischen Aussagen während der Pandemie überdauert mitunter nicht mal mehr einen Tag. Was gestern kategorisch ausgeschlossen wurde, ist heute vorhergesehene Realität. Ja, das ist erschreckend, wie so vieles in der Krise. Nur hilft diese Erkenntnis nicht – weder die vierte Welle zu brechen noch berufliche Schulen zu einem sicheren Ort zu machen, damit der so wichtige Präsenzunterricht auch weiterhin stattfinden kann. Deshalb appelliert der Vorsitzende des Bundesverbandes der Lehrkräfte für Berufsbildung (BvLB), Joachim Maiß, an die gesellschaftliche Verantwortung und wendet sich mit einem offenen Brief an Politik und Verwaltung. Denn die Berufsbildner jammern zwar nicht, leisten noch immer Enormes, aber sie sind längst am Anschlag.

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